Wie der Iran-Krieg Lieferketten, Energiepreise und Märkte erschüttert
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen zum Audio Briefing Wirtschaft.
00:00:04: In diesem neuen Format werden zentrale Wirtschaftsthemen kompakt zusammengefasst und für sie aufbereitet.
00:00:11: Heute beleuchten wir, wie der Iran-Krieg die Weltwirtschaft unter Druck setzt.
00:00:16: Blockierte Lieferketten, steigende Energiekosten und nervöse Finanzmärkte sind die Folge.
00:00:21: Auch handelspolitisch gibt es neue Spannungen.
00:00:25: Dieses Briefing wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
00:00:30: Wenn Sie die Originalartikel lesen möchten, finden sie diese auf unserer Webseite oder in der App im Wirtschaftsressort.
00:00:40: Der Iran-Krieg hat die Golfregion als eine der wichtigsten Drehscheiben für den Welthandel lahmgelegt.
00:00:45: Die Folgen erinnern an das Logistikchaos während der Corona-Krise.
00:00:50: Besonders schnell und durchschlagend sind die Effekte in der Luftfracht.
00:00:54: Laut Stefan Paul, dem Chef des Speditionsriesen Kühne und Nagel sind rund achtzehn Prozent der weltweiten Frachtkapazität für Lufttransporte aus dem Verkehr gezogen.
00:01:04: Das liegt daran dass Fracht oft im Bauch von Passagierflugzeugen transportiert wird und diese Maschinen ebenso wie die reinen Frachtflotten der Golf Airlines nicht abheben können.
00:01:15: Spediteure versuchen deshalb teure Charterflüge zu buchen und die Region umfliegen.
00:01:21: Ein solcher Flug von Asien nach Europa kostete am Dienstag rund fourhundertfünfzigtausend Dollar.
00:01:27: Auch die Seeschifffahrt durch die Straße von Hormuz ist fast zum Erliegen gekommen, nachdem der Iran gedroht hat jedes Schiff werde brennen das sich hindurch bewegen wolle.
00:01:37: Das gefährdet vor allem die Versorgung der arabischen Halbinsel deren Länder viele Güter des täglichen Bedarfs importieren müssen.
00:01:46: Die Blockade der Lieferwege sorgt auch an den Finanzmärkten für wachsende Nervosität.
00:01:52: Nachdem sie sich zu Wochenbeginn noch unberührt zeigten, verkauften Anleger am Dienstag Aktien von konjunkturabhängigen Unternehmen wie Sika, M-Reis oder Geberit.
00:02:02: Gefragt waren dagegen defensive Titel wie Nestlé, Roche und Novartis.
00:02:07: Am Mittwoch hat sich die Schweizer Börse wieder etwas erholt.
00:02:10: Die direkten Berührungspunkte mit der Region sind für die meisten Anlegers gering.
00:02:14: Eine durchschnittliche Schweizer Pensionskasse hat laut Schätzungen nur einen Anteil von rund zero Komma sieben neun Prozent in der Region investiert.
00:02:23: Dafür sind die indirekten Effekte umso stärker.
00:02:26: Besonders heftig waren die Reaktionen am Mittwoch an den asiatischen Börsen.
00:02:31: In Japan büste der Nikai zweihundertfünfundzwanzig Index rund drei Komma acht Prozent ein, da Länder wie Japan und Südkorea stark von Energieimporten aus der Golfregion abhängig sind.
00:02:43: Entscheidend wird sein, wie lange der Krieg dauert und wie lange Schiffe die zentrale Straße von Hormus nicht passieren können.
00:02:51: Unter Marktteilnehmern macht bereits der Begriff Warflation die Runde.
00:02:55: Die Sorge – Der Krieg könnte über höhere Energiepreise die Inflation wieder anheizen Und erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank zu Nichte machen.
00:03:05: Auch traditionell sichere Häfen reagieren.
00:03:08: Der Goldpreis stieg zum Wochenbeginn deutlich gab dann aber aus Sorge vor ausbleibenden Zinssenkungen wieder nach.
00:03:15: Der Bitcoin-Kurs stieg am Mittwoch über US dollar.
00:03:21: Der Iran Krieg sorgt nicht nur an den Anlagemärkten für Unruhe, er befeuert auch die Energiepreise.
00:03:28: Seit Kriegsbeginn ist der Preis für Erdgas mit fünfzig Prozent deutlich stärker angestiegen als jener Für Erdöl mit elf Prozent.
00:03:35: Etwa ein Fünftel des global gehandelten Flüssigadgases, kurz LNG wird per Schiff durch die derzeit unpassierbare Straße von Hormuz transportiert.
00:03:45: Allein Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate exportierten hier zusammen etwa onehundertzwanzig Milliarden Kubikmeter LNG pro Jahr – eine größere Menge als der Ausfall der russischen Lieferungen im Jahr zweitausendzweiundzwanziger.
00:04:00: Die größten Leidtragenden sind asiatische Länder wie China, Japan und Südkorea die mehr als zwei Drittel des katarischen LNG bezogen und nun neue Quellen suchen.
00:04:12: Für Europa besteht zwar keine unmittelbare Gefahr da die Gasspeicher zu durchschnittlich dreißig Prozent gefüllt sind was für das Ende des Winters als normal gilt.
00:04:22: Zudem bezieht Deutschland sein Gas vor allem über Pipelines aus Norwegen.
00:04:29: Anders sieht die Lage aber in Italien aus.
00:04:32: Das Land bezog zweitausendfünfundzwanzig knapp ein Drittel seiner LNG-Importe aus Qatar.
00:04:38: Sollte die Blockade länger andauern, könnten die Preise an den Terminmärkten steigen.
00:04:43: Das würde Industriekunden treffen – insbesondere in der Chemie-, Papier- und Düngemittelbranche – und später auch bei Privatkunden ankommen.
00:04:53: Abseits der Märkte führt der Krieg auch zu politischen Spannungen innerhalb der NATO.
00:04:59: Donald Trump drohte Spanien mit einem vollständigen Handelsembargo.
00:05:04: Grund dafür ist, dass Spanian sich weigert zwei gemeinsam genutzte Militärbasen in Andalusien für den amerikanischen Krieg gegen Iran zur Verfügung zu stellen – ein solches Embargo gegen einen NATO-Verbündeten wäre eine Premiere und eine massive Eskalation im Handelstreit mit der EU!
00:05:22: Die Drohung kam als der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und nur wenige Tage nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, welches Trumps bisherige Zollpolitik als illegal erklärt hatte.
00:05:36: Spanien selbst gibt sich unbeeindruckt.
00:05:39: Seine wirtschaftliche Verflechtung mit den USA ist geringer als die Deutschlands – und die USA exportieren sogar mehr nach Spanier als umgekehrt!
00:05:49: Das war das Audio Briefing Wirtschaft.
00:05:52: Die Links zu den Originalartikeln finden Sie im zugehörigen Beitrag auf unserer Webseite oder in der App.
00:05:57: Dort finden Sie auch einen Link zu einer kurzen Umfrage, denn dieses Audio Briefing ist ein Pilotformat.
00:06:04: Ob und wie es weitergeht hängt von Ihrem Feedback ab!
00:06:08: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:06:10: das Ausfüllen der Umfrage – bis bald.
Neuer Kommentar